Flexscheibe per Reverse Engineering & 3D-Druck – Ersatzteil statt Stillstand
Ein defektes Einzelteil machte ein ansonsten funktionsfähiges Gerät unbrauchbar. Original-Ersatzteile waren nicht mehr verfügbar. Gesucht war deshalb keine Standardlösung, sondern eine passgenaue, wirtschaftliche Nachfertigung auf Basis des vorhandenen Teils.
Ausgangslage
Die Flexscheibe beziehungsweise der Schleifteller war beschädigt, das Gerät selbst jedoch noch grundsätzlich funktionsfähig. Genau solche Fälle sind in der Praxis problematisch: Nicht die ganze Maschine ist das Problem, sondern ein einzelnes Bauteil, das über die Einsatzfähigkeit entscheidet.
Für das betroffene Modell waren keine passenden Ersatzteile mehr verfügbar. Eine konventionelle Einzelanfertigung wäre für diesen Anwendungsfall unverhältnismäßig aufwendig gewesen. Damit blieb nur ein Weg, der Geometrie, Passung und Wirtschaftlichkeit zusammenbringt: das vorhandene Teil als Ausgangspunkt digital rekonstruieren und gezielt nachfertigen.
Vorgehen
Originalteil analysiert
Das defekte Bauteil wurde als Referenz genutzt, um Geometrie, Aufnahme und funktionsrelevante Bereiche trotz Beschädigung sauber zu erfassen.
Geometrie digital rekonstruiert
JESA leitete aus dem vorhandenen Teil die erforderlichen Konturen und Passflächen ab und überführte sie in ein fertigungsgerechtes CAD-Modell.
Ersatzteil additiv gefertigt
Die Flexscheibe wurde im FDM-Verfahren aus technischem Kunststoff gefertigt – wirtschaftlich auch für ein Einzelteil und ohne Werkzeugkosten.
Passung und Einsatz geprüft
Nach der Fertigung wurde die Lösung auf Sitz, Einbausituation und praktische Nutzbarkeit abgestimmt, damit das Ersatzteil wieder im Einsatz verwendet werden kann.
Ergebnis
JESA rekonstruierte auf Basis des defekten Originalteils die Geometrie einer Flexscheibe digital und fertigte ein passgenaues Ersatzteil im FDM-3D-Druck aus technischem Kunststoff. Dadurch wurde aus einem nicht mehr verfügbaren Einzelteil wieder eine nutzbare, reproduzierbare Lösung für den konkreten Einsatzfall – ohne Werkzeugkosten und ohne den Umweg über eine unwirtschaftliche Sonderfertigung.

Nachgefertigte Flexscheibe / Schleifteller auf Basis des vorhandenen Originalteils
Was diese Lösung gebracht hat
Maschine wieder nutzbar
Statt ein ansonsten funktionsfähiges Gerät wegen eines fehlenden Einzelteils aufzugeben, konnte die Anwendung wieder einsatzfähig gemacht werden.
Keine Abhängigkeit von Restbeständen
Wenn Original-Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind, entsteht mit der digitalen Rekonstruktion eine belastbare Basis für Nachfertigungen bei Bedarf.
Anpassbar ohne neuen Werkzeugbau
Geometrieanpassungen lassen sich direkt im CAD umsetzen. Dadurch bleiben Iterationen schnell und wirtschaftlich – auch bei kleinen Stückzahlen.
Digitaler Datensatz für spätere Reproduktion
Aus dem defekten Originalteil wurde ein reproduzierbares Ersatzteilkonzept. Künftige Nachbestellungen müssen nicht wieder bei null beginnen.
Eingesetzte Leistungen
Reverse Engineering
Geometrien aus bestehenden Teilen erfassen, rekonstruieren und als fertigungsgerechte Daten aufbauen.
Industrieller 3D-Druck
Ersatzteile, Funktionsteile und Kleinserien wirtschaftlich fertigen – auch ohne Werkzeugkosten.
Ersatzteil-Nachfertigung
Nicht mehr verfügbare Ersatzteile per Reverse Engineering und 3D-Druck passgenau nachfertigen.
Häufige Fragen zur Ersatzteil-Nachfertigung per 3D-Druck
Geometrie-Rekonstruktion, Nachfertigung und Reproduzierbarkeit bei nicht mehr verfügbaren Teilen.
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